Unabhängiges Nachschlagewerk für Experimente zu Hause für Schulkinder. Keine Schule oder Bildungseinrichtung und nicht verbunden mit der früheren Website unter dieser Domain; alle Versuche nur gemeinsam mit einem Erwachsenen.

Aufgaben

Praktische Aufgaben

Ein kurzer Versuch zeigt ein Phänomen, eine Beobachtung über eine Woche schult Geduld und Genauigkeit. In diesem Bereich findet ihr zwei Aufgaben, die sich über mehrere Tage erstrecken, und eine Liste mit Anzeichen dafür, dass die Arbeit gelungen ist. Für jede Aufgabe braucht ihr einen erwachsenen Helfer und ein Heft, das ruhig vollgeschrieben werden darf.

Eine Woche mit schlichten, aber regelmäßigen Notizen bringt mehr als ein spektakulärer Versuch, nach dem im Heft nur das Datum steht.

— Aus der Redaktion

So ist dieser Bereich aufgebaut: Die Aufgaben sind in Schritte gegliedert und brauchen nichts außer gewöhnlichen Dingen aus dem Haushalt. Die Zahl der Tage ist ein Richtwert – wenn die Keimlinge später kommen, verlängert einfach die Beobachtung und vermerkt das im Tagebuch.

Wochenaufgabe: Der Keimling dreht sich zum Licht

  1. Samen keimen lassen

    Legt einige Bohnen- oder Erbsensamen auf ein feuchtes Tuch in eine durchsichtige Dose. Prüft jeden Tag, ob das Tuch ausgetrocknet ist, und gießt vorsichtig Wasser nach.

  2. Keimlinge umpflanzen

    Wenn die Keimlinge da sind, pflanzt sie in zwei Becher mit Erde. Ein Becher ist die Kontrollprobe: Er steht frei auf dem Fensterbrett.

    Die Kontrollprobe braucht man, um etwas zum Vergleichen zu haben.

  3. Den Karton vorbereiten

    Der Erwachsene schneidet in eine Seitenwand eines Pappkartons ein handtellergroßes Fenster. Der zweite Becher kommt in den Karton, und das Fenster wird zum Licht gedreht.

  4. Die Hypothese aufschreiben

    Schreibt vor Beginn der Beobachtung auf, was eurer Meinung nach mit dem Keimling im Karton passiert und worin er sich von der Kontrollprobe unterscheiden wird.

  5. Jeden Tag beobachten

    Öffnet den Karton immer zur gleichen Uhrzeit, zeichnet beide Keimlinge und notiert, wohin der Stängel geneigt ist. Wenn ein Handy zur Hand ist, kann der Erwachsene die Pflanzen immer von derselben Stelle aus fotografieren.

  6. Ein Ergebnis formulieren

    Vergleicht nach einer Woche die Zeichnungen. Pflanzen wachsen zum Licht hin, Fachleute nennen das Phototropismus. Hat das Ergebnis zu eurer Vermutung gepasst?

Aufgabe für drei Abende: Wie Wasser gefriert

  1. Becher vorbereiten

    Nehmt zwei gleiche Plastikbecher. Füllt den ersten zur Hälfte mit Wasser, den zweiten fast bis zum Rand, und markiert den Wasserstand mit einem Filzstift.

  2. Eine Vermutung äußern

    Schreibt auf, was nach dem Gefrieren mit dem Wasserstand passiert: Bleibt er gleich, sinkt er oder steigt er?

  3. Ab ins Gefrierfach

    Der Erwachsene stellt die Becher auf eine ebene Fläche im Gefrierfach. Glas und verschlossene Flaschen verwenden wir nicht: Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, und Glas kann springen.

  4. Am Morgen nachsehen

    Vergleicht die Höhe des Eises mit den Markierungen. Messt den Unterschied mit dem Lineal und notiert die Zahlen für beide Becher.

  5. Beim Schmelzen zusehen

    Stellt die Becher bei Zimmertemperatur auf einen Teller und notiert jede halbe Stunde, wie viel Eis noch übrig ist. Vergleicht am Abend, welcher Becher schneller aufgetaut ist.

Woran man erkennt, dass die Aufgabe gut gelungen ist

  • Die Hypothese wurde vor dem Versuch aufgeschrieben und nicht nachträglich erfunden.
  • Im Tagebuch gibt es für jeden Tag einen Eintrag, auch wenn sich nichts verändert hat.
  • Die Bedingungen sind angegeben: wo die Pflanze oder der Becher stand, wie viel Wasser es war, welche Tageszeit.
  • Das Ergebnis stützt sich auf das Beobachtete, nicht auf das, was in einem Buch steht.
  • Ihr könnt einem anderen Menschen erklären, wie man euren Versuch wiederholt.
  • Lektionen

    Kurze Beobachtungslektionen nach Themen: was wir im Versuch genau sehen und warum es so passiert.

  • Methoden

    Die wissenschaftliche Methode einfach erklärt, das Beobachtungstagebuch und die Präsentation im Unterricht.

  • Fragen

    Antworten zur Sicherheit, zu misslungenen Versuchen und dazu, wie man ein Schulprojekt gestaltet.

Quellen

  • Ratgeber für junge Forscherinnen und Forscher (allgemein)
  • Sicherheitsregeln für Experimente (allgemein)

Die Versuchsbeschreibungen sind allgemein gehalten und stützen sich auf Schulbücher der Naturwissenschaften, Ratgeber für junge Forscher und gängige Sicherheitsregeln. Zu Hause kann das Ergebnis anders ausfallen als erwartet. Wiederholt den Versuch deshalb gemeinsam mit einem Erwachsenen und notiert ehrlich, was ihr wirklich gesehen habt.